Stereotype? Nein, danke!

Stereotype sind eine Reduktion der komplexen Wirklichkeit auf starre, vereinfachte Schemata. In erster Linie dienen diese der Orientierung und erleichtern den Umgang mit Besonderheiten einer anderen Kultur. Werden Stereotype jedoch mit einer kulturellen Wertigkeit aufgeladen, entstehen Vorurteile, die im schlimmsten Fall zu einer Abwertung bis hin zur Diskriminierung einer kulturellen Gruppe führen können. Demnach gilt es, die eigenen Wahrnehmungsschemata zu reflektieren und zu erweitern, um kulturelle Erscheinungsformen differenziert zu betrachten, was anhand der Trainingssequenzen dieser Kategorie erleichtert werden soll.

Sandberg-Modell                                                                                                                       Imagen2

Das Sandberg-Modell stellt in eingängiger bildlicher Form dar, dass Kulturen bzw. kulturelle Akteursfelder immer unter dem Gesichtspunkt des Wechselverhältnisses von struktureller Beharrung und prozessualer Veränderungsdynamik zu betrachten sind. Orientiert man sich ausschließlich an Strukturen (Kulturdimensionen, Kategorien, Dos & Don‘ts), besteht die Gefahr von Kulturalisierung, Stereotypenbildung und Inaktualität. Nähme man ausschließlich Prozesse und Veränderungen in den Blick, würde man die Wirkkraft und den Einfluss historisch tradierter Konventionen und Beziehungsnetzwerke unterschätzen.


Unclichéd                                                                                                                          Imagen2 Jugendliche

Das Ziel des Videos ist, zu betonen, dass stereotype Erwartungshaltungen und Zuschreibungen, die wenig mit der Realität, vielmehr aber mit dem Verfall in simplifizierende, fehlerhafte Bewertungs- und Interpretationsmuster zu tun haben, aufgebrochen werden sollen, damit ein harmonisches und respektvolles Miteinander gewährleistet werden kann.


Zitronenübung                                                                                                                 Imagen2 Jugendliche

Die Übung fördert einen bewussten und reflektierten Umgang mit Stereotypen und sensibilisiert die Teilnehmenden für Kategorisierungen und Zuschreibungen. Die Gefahr des „Schubladendenkens“, dem man allzu leicht verfällt, wird im Reflexionsteil der Übung zum Ausdruck gebracht.


Hygieneverhalten – hier und anderswo                                                                             trainingssequenz

Die Trainingssequenz thematisiert und begründet unterschiedliches Hygieneverhalten am Beispiel von Japan.