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Metabild − Unsere Wahrnehmung des „Eigenen“ und „Fremden“ ist über das direkte Wechselspiel von Selbst- und Fremdverständnis hinaus auch wesentlich dadurch geprägt, was wir annehmen bzw. vermuten, was andere von uns denken und erwarten. Man spricht in diesem Zusammenhang von „Metabildern“. Wenn ich z.B. vermute, dass der Andere von mir erwartet, dass ich in einer bestimmten Kleidung zu einer Veranstaltung gehe, die er auch besucht, so kann diese Vermutung bzw. dieses Metabild für mich durchaus handlungsleitend sein und mich zur Wahl entsprechender Kleidungsstücke motivieren. Hieraus folgt: Wenn wir „Fremdes“ (und „Eigenes“) wahrnehmen und verstehen, dann geschieht dies immer auf der Grundlage des wechselseitigen Zusammenhangs von Selbst-, Fremd- und Metabildern. Da es sich hier um ein Konzept handelt, belassen wir die Begriffe „Eigenes“ und „Fremdes“. Zu beachten ist aber, dass die Begriffe in ihrer kulturellen Bedeutung immer zwei gegenüberliegende, geschlossene Kulturen und somit ein enges und statisches Kulturverständnis implizieren.


Metakommunikation − Fähigkeit, über Kommunikationsprozesse zu kommunizieren oder mit anderen Worten: Probleme, die im interkulturellen Handeln auftreten, mit allen Beteiligten früh genug thematisieren können.


Migration – Aus Sicht der UN liegt Migration dann vor, „wenn eine Person oder Gruppe ihren Wohnort verlässt und länger als ein Jahr in einem anderen Land verbringt, unabhängig davon ab, ob dies freiwillig oder unfreiwillig geschieht, unabhängig von der dahinter stehenden Motivationslage und unabhängig davon, ob dies legal oder illegal geschieht“. Gründe für Migration sind häufig untereinander verflochten (Flucht, Armut, Arbeitsmigration, Pendelmigration, usw.).

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Missverständnisse, interkulturelle − Viele interkulturelle Missverständnisse und Probleme resultieren daraus, dass man sich der Kulturgebundenheit der eigenen und der spezifischen kulturellen Wahrnehmungsweise seines Partners nicht hinreichend bewusst ist: Es werden Dinge und Sachverhalte als unhinterfragt „normal“ angesehen, die für die Wahrnehmungsgewohnheiten des anderen keineswegs plausibel sind. Wird dieser Plausibilitätsmangel nicht thematisiert (Metakommunikation) oder wird der Sachverhalt so lange „um-interpretiert“, bis er aus der eigenen Sichtweise heraus plausibel zu scheint, bauen alle weiteren Interaktionen zwischen den Beteiligten auf der trügerischen Annahme auf, man hätte z.B. eine gemeinsame Argumentationsbasis. Faktisch argumentiert man jedoch auf ganz unterschiedlichen Ebenen (ohne es zunächst zu merken). Wenn das gegenseitige Missverstehen dann offenkundig wird, ist die eigentliche Ursache meistens gar nicht mehr bekannt, womit es dann umso schwieriger wird, eine neutrale Beziehungsebene zurückzuerlangen.


Multikollektivität – Angehörigkeit eines Individuums zu unterschiedlichen Kollektiven. Der Beitritt zu neuen Kollektiven bedeutet dabei nicht, dass schon vorhandene aufgegeben werden müssen.

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