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A       B       C       D       E       F       G       H       I       J       K       L      M

N       O       P       Q       R      S        T       U       V     W      X       Y       Z


 

Interkultur −Es handelt sich hierbei weniger um einen Raum als um einen Prozessbegriff: Interkulturen entstehen dann, wenn Beteiligte aus konzeptuell unterschiedlichen Lebenswelten A und B miteinander agieren bzw. kommunizieren. Interkulturen existieren dementsprechend auch nur in Abhängigkeit ihrer Beteiligten. Sie „ereignen“ sich: sie werden permanent neu erzeugt, und zwar im Sinne eines „Dritten“, einer Zwischen-Welt C, die weder der Lebenswelt A noch der Lebenswelt B vollkommen entspricht. Weil es sich um ein Handlungsfeld, um einen Prozess handelt, ist eine Interkultur also gerade nicht statisch als Synthese von A und B im Sinne eines 50:50 oder anderswie gewichteten Verhältnisses zu denken. Vielmehr kann in dieser Begegnung im Sinne eines klassischen Lerneffekts eine vollständig neue Qualität, eine Synergie, entstehen, die für sich weder A noch B erzielt hätten.


Interkulturelle KompetenzInterkulturelle Kompetenz stellt ein ganzheitliches und der Situation angepasstes Zusammenspiel von Sozial-, Selbst-, Fach-, und Methodenkompetenz in Kontexten dar, deren Regeln überwiegend nicht oder nur bedingt plausibel sind. Interkulturelle Kompetenz bedeutet dabei, individuelles Wissen, Verhalten und Einstellungen so in meist unvertraute Kontexte transferieren zu können, dass man auch dort interaktionsfähig ist.


Interkulturelle LernbereitschaftBereitschaft, interkulturelle Situationen als Lernsituationen und nicht als Bedrohung oder notwendiges Übel zu betrachten. Dies sollte verknüpft sein mit einer Offenheit für Neues.


Interkulturelle Öffnung – Ein „bewusst gestalteter Prozess, der (selbst-) reflexive Lern- und Veränderungsprozesse zwischen unterschiedlichen Lebensformen ermöglicht, wodurch Zugangsbarrieren und Abgrenzungsmechanismen in den zu öffnenden Organisationen abgebaut werden und Anerkennung ermöglicht wird.“ (H. Schröer: Interkulturelle Öffnung und Diversity. München 2007, S. 2)

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Interkulturelle Trainings und Übungen − Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Trainings, die abgekoppelt von der Arbeitssituation stattfinden (etwa im Sinne von Weiterbildungsmaßnahmen: off-the-job) und Trainings- bzw. Betreuungsmaßnahmen, die vor Ort am Arbeitsplatz durchgeführt werden (on-the-job). Trainings-off-the-job wiederum werden inhaltlich danach kategorisiert, ob sie allgemein-kultursensibilisierend oder kulturspezifisch ausgerichtet sind. Imagen1Methodisch unterscheidet man zwischen konventionellen Unterrichts- bzw. Seminarformen, die eher vom Dozenten angeleitet und geführt werden und eher teilnehmerzentrierten, erfahrungsorientierten Unterrichts- bzw. Seminarformen.
Welche der Trainingstypen im Einzelfall gewählt werden, hängt vor allem von der Zielgruppe und den Trainingsbedingungen ab. So werden beispielsweise Rollenspiele mit fiktiven Handlungskontexten von Führungskräften erfahrungsgemäß weniger akzeptiert als von Jugendlichen, während Jugendliche wohl eher nicht für ein Training mit rein theoretischen Aspekten zu begeistern sind.


Interkulturelles E-Learning − Unter E-Learning versteht man alle Formen des Lernens, die durch digitale Medien unterstützt werden. Das Internet bietet sich als Medium bei der Unterstützung interkultureller
Imagen3Kompetenzvermittlung in zweifacher Hinsicht an: Zum einen als Ressourcenpool, um kulturspezifische und interkulturelle Kenntnisse zu erwerben, zum anderen als Medium interkultureller Interaktionen dadurch, dass Lernende gefördert werden, aktiv an der Gestaltung von Lernprozessen mitzuwirken.