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Eigenes – Eine Kultur bzw. Lebenswelt wird dann als „eigene“ bezeichnet, wenn die Kontextbedingungen ein alltagsbezogenes Routinehandeln ermöglichen, das für den Handelnden durch Plausibilität bzw. „Normalität“ und Sinnhaftigkeit charakterisiert ist.


Empathie – Einfühlungsvermögen in Bezug auf die Befindlichkeiten und Denkweisen der Partner, das Vermögen, sich in andere hineinversetzen zu können.


Enkulturation – Auf den Sozialisationsprozess der Herkunftskultur bezogener Erwerb von Werten, Normen, Sprache, Verhaltensstilen etc. Enkulturation bezieht sich (anders als beispielsweise Akkommodation) auf die Primärsozialisation und das Hineinwachsen in die eigene Kultur.


Erfahrungs-/Erwartungsdialektik – Zu großen Teilen werden Wahrnehmungen bzw. Erfahrungen durch Erwartungen beeinflusst – und umgekehrt. Auf diese Weise erschließt sich vor allem die Bedeutung von Sozialisationskontexten für die Herausbildung „spezifischer“ kultureller Merkmale.


Ethnoscapes – Von dem Ethnologen Arjun Appadurai Anfang der 1990er geprägte Bezeichnung für transnationale „ethnische Räume“. Gemeint sind damit territorial unabhängig entwickelte Gruppenidentitäten wie etwa das weltweite Netz der im Ausland lebenden Chinesen.


Ethnozentrismus – Der Blickwinkel der eigenen Kultur steht im Mittelpunkt bzw. wird als der anderen kulturellen Sichtweise überlegen angesehen. Ethnozentrismus kann dementsprechend explizit auftreten und im Extremfall zu Fremdenhass führen. Implizit ist es vorhanden, wenn die kulturelle Spezifik des eigenen Handelns nicht reflektiert wird.