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Verhandlung in Japan

Antwort 3. Herr Yamamoto erkennt Frau Müller nicht als ebenbürtige Verhandlungspartnerin an. Für ihn ist sie nur die Übersetzerin und er besteht auf ein Treffen mit dem Leiter der Abteilung des deutschen Unternehmens, um den Vertrag abschließen zu können. (So entschieden 59% der Deutschenund 62% der Japaner.)

Zwar gehen viele Frauen in Japan auf das College, aber danach arbeiten sie für nur für ein paar Jahre in meist niedrigen bis mittleren Positionen in einem Unternehmen, um dann eine Familie zu gründen. Für Herr Yamamoto war es deshalb nicht nachvollziehbar, dass Frau Müller die Entscheidungsbefugnis für den Geschäftsabschluss besaß. Er sah in ihr nur die Übersetzerin und konnte auch nicht vom Gegenteil überzeugt werden.

Da dies die wahrscheinlichste Erklärung darstellt, folgen hier die Erläuterungen zu den übrigen Antwortmöglichkeiten.

Antwort 1. Herr Yamamoto besteht auf einem erneuten Treffen, da er weitere Kollegen von Frau Müller, speziell ihren Vorgesetzten, kennenlernen möchte. (So entschieden 13% der Deutschen und 3% der Japaner.)

Es könnte möglich sein, dass Herr Yamamoto noch mehr über das Unternehmen, das Frau Müller während der Verhandlungen vertritt, erfahren möchte. Es ist üblich vor einem endgültigen Vertragsabschluss mehrere ausführliche Treffen durchzuführen, da japanische Bemühungen um neue Geschäftsbeziehungen auf möglichst langfristige Verbindungen angelegt sind.

Antwort 2.Herr Yamamoto hat momentan private Probleme und transferiert diese in seinen Arbeitsalltag, wie es in Japan üblich ist. Sollen seine Mitmenschen ruhig merken wie es um seine Gefühle steht. (So entschieden 4% der Deutschenund 0% der Japaner.)

Japaner zeigen bei Verhandlungen kaum gefühlsmäßige Regungen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich Herr Yamamoto auf Grund seiner persönlichen Probleme während der Verhandlungen so benimmt, denn es ist unüblich seine Mitmenschen mit den eigenen privaten Problemen zu belasten.

Antwort 4. Frau Müller hat während der Verhandlungen mehrmals gegen japanische Gepflogenheiten verstoßen. Herr Yamamoto konnte dafür kein Verständnis aufweisen und forderte einen neuen Verhandlungspartner. (So entschieden 24% der Deutschenund 35% der Japaner.)

Japaner sind im Gegensatz zu anderen Geschäftspartnern sehr tolerant. Häufig informieren sie sich vor Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehungen über die Kultur der Partner. Sie können "kulturelle Vergehen" wohl am ehesten verzeihen.

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Idee und Konzept: interculture.de / FG IWK Uni Jena / Katrin Fütterer