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Antwort 3. Die britische Unternehmung war über die Art und Weise der Präsentation verstört, da es nur um harte Fakten ging und nicht der Eindruck vermittelt wurde, dass den Deutschen ein persönliches Verhältnis und ein gutes Arbeitsklima wichtig ist. (So entschieden 35% der Deutschen und 50% der Briten.)

Die Briten waren über die Art und Weise der Präsentation in München möglicherweise verstört, da es nur um harte Fakten ging und nicht der Eindruck vermittelt wurde, dass den Deutschen ein persönliches Verhältnis und ein gutes Arbeitsklima wichtig ist.
Small Talk hat in Großbritannien auch im Geschäftsleben erhebliche Bedeutung. Von Briten wird dieser Teil eines Gesprächs als sehr wichtig angesehen, um ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. In diesem Fall hat der deutsche Partner gegen die Konventionen verstoßen und nur harte Fakten präsentiert. Die britischen Geschäftspartner haben das als grobe Unhöflichkeit gesehen.

Da dies die wahrscheinlichste Erklärung darstellt, folgen hier die Erläuterungen zu den übrigen Antwortmöglichkeiten:

Antwort 1. Die britische Firma hatte kein wirkliches Interesse an der Zusammenarbeit mit der deutschen Softwarefirma und hat aus Höflichkeit nicht direkt abgesagt. (So entschieden 10% der Deutschen und 20% der Briten.)
Die britische Firma hatte kein wirkliches Interesse an der Zusammenarbeit mit der deutschen Softwarefirma und hat aus Höflichkeit keine direkte Offensive bzw. keine offenen Worte diesbezüglich gewagt.
Das Konzept oder das Ritual der Höflichkeit steuert das englische Verhalten auch heute noch sehr. Das wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus.
In diesem Fall wäre anzunehmen, dass die britische Firma mit Respekt und Höflichkeit kommuniziert hätte, wenn sie an der Beendigung der Geschäftsverhältnisse interessiert gewesen wäre.

Antwort 2. Die britische Firma sah den zeitlich sehr strikt abgesteckten Rahmen als weniger wichtig an. (So entschieden 15% der Deutschen und 15% der Briten.)


Briten schätzen sich im Gegensatz zu Deutschen als großzügiger ein. Das heißt, Briten betrachten Probleme großzügiger, globaler, weniger im Detail. Diese Arbeitsweise sollte den Deutschen bewusst sein, so dass sie nicht als Fehler, sondern als andere Verhaltensweise akzeptiert werden.

Antwort 4. Auf britischer Seite wollte man keine Schwäche zeigen. Unter dem Motto "anything goes" verschwieg man dem Verhandlungspartner auftretende Schwachstellen. (So entschieden 40% der Deutschen und 15% der Briten.)

Die Briten wollten keine Schwachstellen zeigen. Unter dem Motto "anything goes" verschwieg man dem Verhandlungspartner auftretende Schwachstellen.
Selbstdisziplin ist ein Wert, der für die Engländer auch heute noch große Bedeutung besitzt. Sie verbietet ihnen, Schwäche, Verletztsein oder übergroße Freude zu zeigen. Die Wahrung der Form des Gesichts und der Haltung ist oberstes Gebot unter dem Motto, "anything goes" (alles läuft).
 

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Idee und Konzept: interculture.de / FG IWK Uni Jena / Nadja John