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Fall 1: Entscheidungsfindung in Frankreich
Vor einigen Monaten wurde Herr S. von einem großen deutschen Konzern der Automobilbranche nach Frankreich entsandt, um dort in einer Tochterfirma des deutschen Mutterhauses tätig zu werden.
Schon nach relativ kurzer Zeit am neuen Arbeitsplatz stellt er fest, dass sich Prozesse der Entscheidungsfindung in französischen Organisationen gänzlich anders vollziehen als dies in Deutschland der Fall ist:
Mehrmals bereits wendete sich Herr S. mit Anfragen an Kollegen seiner Hierarchiestufe im Unternehmen und bat sie, eine Entscheidung zu fällen. Obwohl die Entscheidung eindeutig in den Zuständigkeitsbereich des jeweils gleichrangigen Kollegen fiel, bekam Herr S. die Antwort letztlich völlig unerwartet vom Vorgesetzten seines Vorgesetzten, d.h. von der Unternehmensleitung. Herr S. reagierte daraufhin sehr irritiert.

Worauf lässt sich die Vorgehensweise des französischen Unternehmens zurückführen?

Klicken Sie die wahrscheinlichste Antwort an.


Antwort 1. Den Mittelpunkt französischer Unternehmen bilden die " patrons ", welche sämtliche Entscheidungskompetenzen auf sich vereinen und traditionell für das gesamte Unternehmen verantwortlich sind.

Antwort 2. Ein persönliches Beziehungsnetzwerk, auch zu Vorgesetzten, ist für Franzosen bedeutsamer als sachlich orientierte Zielvorgaben.

Antwort 3. Auf individueller Ebene ist bei Franzosen das unternehmerische Bewusstsein nur schwach ausgeprägt, weshalb Entscheidungen immer "Chefsache" sind.

Antwort 4. Französische Mitarbeiter streben häufig nach individuellen Vorteilen. Um Konflikte zu vermeiden, werden Entscheidungen deshalb von zentraler Stelle getroffen.
 

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Idee und Konzept: interculture.de / FG IWK Uni Jena / Manuela Brenn

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